Schuhmacher

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Schuster, bleib bei deinen Leisten!

Der Beruf des Schuhmachers hat eine jahrhundertealte Tradition. Neben »normalen« Schuhen stellen sie auch Sondergrößen oder eigene Kreationen her.

Was mache ich?

In einem ausführlichen Gespräch legen Schumacher und Kunde den Schuhtyp, die Lederart sowie den Preis für das Paar Schuhe fest. Dann nimmt der Schuhmacher die Fußmaße auf und überträgt sie auf die hölzernen »Leisten«. »Leisten« sind Nachbildungen des linken und rechten Fußes, die als Passform für den späteren Schuh dienen. Der Schuhmacher bearbeitet die Leisten so lange mit Raspel und Messer, bis diese die individuelle Fußform des Kunden angenommen haben.

Anhand der Leisten erstellen sie nun ein Schnittmuster für das Schuhoberteil und schneiden die Oberleder- und Futterlederteile zu. Danach werden die Lederteile sowie Absatz und Sohle säuberlich zusammengenäht oder -geklebt. Am Schluss schleifen Schuhmacher die Absatz und Sohle ab und polieren den Schuh. Die Leisten bewahren Schuhmacher in der Werkstatt auf, falls die Schuhe einmal repariert werden müssen.

Im Alltag beantworten Schumacher auch Fragen zur Fußgesundheit, passen Schuhe an oder reparieren sie. Dabei bessern sie schadhafte Stellen aus oder erneuern Sohlen, Absätze oder Innenfutter. Auf Wunsch bringen sie auch Schnallen oder Schleifen an.

Wo arbeite ich?

Schuhmacher arbeiten in Betrieben des Schuhmacherhandwerks, in handwerklichen Lederwerkstätten oder bei Schnellreparaturdiensten von Schuhen. Auch in großen Theater- und Opernhäusern sowie bei Film- und Fernsehanstalten sind sie tätig.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, Talent zum Zeichnen, Gespür für Ästhetik, gute Noten in Deutsch und Mathematik

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung im Handwerk

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 343 bis € 375
  • 2. Ausbildungsjahr: € 412 bis € 420
  • 3. Ausbildungsjahr: € 475 bis € 499

Quelle:

Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer) - Stand: April 2018