Steinmetz

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Bewahrer zeitloser Schönheit

Das alte Steinmetz-Handwerk liefert Zeugnisse der Kulturgeschichte und erhält Kulturdenkmäler. Eine besondere Bedeutung gewinnt nämlich neben den Natursteinarbeiten an Neubauten das Bewahren alter Bausubstanz, da die Umweltverschmutzung zu Steinzerfall führt.

Was mache ich?

Steinmetze bearbeiten mit Werkzeugen und Maschinen Natur- und Kunststein. Sie erneuern und restaurieren an Kirchen oder Schlössern die Jahrhunderte alten Ornamente und Profile. Im Wesentlichen gestalten sie Steinblöcke und deren Oberfläche. Die Fachleute für die Steinbearbeitung verlegen Bodenplatten, Treppen oder einzelne Treppenteile sowie Wandverkleidungen. Ebenso planen sie Arbeiten im Außen- und Innenbereich zum Bekleiden, Verlegen, Ansetzen und Versetzen von natürlichen und künstlichen Steinen. Sie beherrschen die Fassadentechnik, schweißen, kleben oder stellen Betonwerkstein her.

Durch Reinigung, Konservierung, Restaurierung und Rekonstruktion arbeiten sie am Erhalt und der Instandsetzung geschädigter Naturwerksteine. Hierbei ist die Analyse gefährdeter Steinsubstanzen ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit. Bei Kundenaufträgen entwerfen sie Plastiken, Fassadenornamente oder Grabsteine.

Wo arbeite ich?

In Steinmetz- und Steinbildhauer-Werkstätten, Grabstein-Werkstätten oder Betrieben der Gebäuderestaurierung.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Hauptschulabschluss, Fingerspitzengefühl, Kraft, keine Angst vor dem Umgang mit Maschinen, handwerkliches und künstlerisches Geschick, selbstständiges Arbeiten mit Teamfähigkeit, räumliches Vorstellungsvermögen

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung, worin im letzten Ausbildungsjahr eine Spezialisierung in der Fachrichtung Steinbildhauerei oder Steinmetzarbeit erfolgt

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 530
  • 2. Ausbildungsjahr: € 620
  • 3. Ausbildungsjahr: € 720

Hinweis: Wer diese Ausbildung in vollzeitschulischer Form absolviert, erhält keine Ausbildungsvergütung.

Quelle:

Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand September 2017