Tierwirt (Rinderhaltung)

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Eine Kuh macht Muh, viele Kühe machen…

Ein Bürojob richtet sich nach der Uhrzeit – beim Tierwirt orientiert sich die Arbeitszeit an den Bedürfnissen der Tiere und nicht an einem festen Arbeitsplan. Wer das mag und gern mit Tieren arbeitet, ist genau richtig für diesen Beruf.

Was mache ich?

In der Fachrichtung Rinderhaltung versorgen Tierwirte Zucht- und Schlachtrinder sowie Milchvieh in landwirtschaftlichen Betrieben. Schwerpunkt ihrer Arbeit sind die Fleischqualität und der Milchertrag, indem sie die Tiere art- und bedarfsgerecht halten und deren Leistung ermitteln. Tierwirte führen Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge durch und pflegen erkrankte Tiere entsprechend der ärztlichen Anweisung und unter Einhaltung der Hygienevorschriften. Sie überwachen die Geburt, leisten Geburtshilfe, versorgen Muttertier und Kalb und kümmern sich um die Aufzucht der Jungtiere.

Tierwirte stellen Futterrationen zusammen und beurteilen die Entwicklung der Tiere. Außerdem vermarkten sie die Nutztiere und deren Produkte, indem sie die Tiere auf Auktionen und Tierschauen vorbereiten. Die gesamte Arbeit wird dokumentiert, ausgewertet, unter Beachtung der betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Vorgaben und gemäß dem Verbraucherschutz und Tierschutz durchgeführt. Der Tierwirt füttert das Tier, sorgt für eine artgerechte saubere Haltung, verarbeitet oder lagert die tierischen Produkte, bedient und wartet entsprechende Maschinen und ist mit der Datenerfassung für die Zucht- und Betriebsführung verantwortlich.

Wo arbeite ich?

In landwirtschaftlichen Betrieben oder Rinderzuchtbetrieben sowie in Tierkliniken und Labors oder im Agrarhandel und in der Agrarverwaltung.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Hauptschulabschluss, Spaß am Umgang mit Tieren, Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, auch am Wochenende oder an Feiertagen zu arbeiten

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung in einem von sechs Schwerpunkten (Rinderhaltung, Schweinehaltung, Schafhaltung, Geflügelhaltung, Pelztierhaltung, Bienenhaltung)

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 520 bis € 630
  • 2. Ausbildungsjahr: € 570 bis € 690
  • 3. Ausbildungsjahr: € 615 bis € 800

Hinweis: Wer diese Ausbildung in vollzeitschulischer Form absolviert, erhält keine Ausbildungsvergütung.

Quelle:

Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer) - Stand: April 2018