Vermessungstechniker Bergvermessung

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Maßarbeit unter Tage

Auch Vermessungstechniker sagen "Glück auf!" In der Fachrichtung Bergvermessung vermessen sie Rohstofflagerstätten mit Erzen, Gold, Kohle, Gips oder Kalk. Diese Daten bilden die Grundlage für die Abbauplanungen. In welcher Richtung lohnt sich der Abbau? Wo liegen undurchdringliche Schichten? Die Grubenpläne sind die Basis zum erfolgreichen Abbau von Rohstoffen.

Was mache ich?

Bevor die Arbeit über oder unter Tage beginnt, muss der Vermessungstechniker Bergvermessung bereits vorhandene Unterlagen aus früheren Messungen, aus Katasterplänen oder topographische Karten durcharbeiten. Dann geht es ab ins Abbaugelände. Dort vermessen sie die Länge, Neigung und Höhen eines Abbaugeländes oder einer Grube. Dazu benötigen sie spezielle Instrumente, beispielsweise Messbänder, Messfernrohre, Tachymeter oder Nivelliergeräte.

Die Vermessung unter Tage ist eine körperliche Herausforderung. Oft nehmen Vermessungstechniker lange Wege oder Kletterpartien in Gruben oder Schächten in Kauf. Dabei tragen sie meist Schutzkleidung wie Helm, Atem- und Gehörschutz. Anschließend geht es wieder ins Büro. Nun werten sie die gesammelten Daten aus. Die Vermessungstechniker erstellen exakte Grubenpläne und grafische Darstellungen in Form von Karten und Plänen und pflegen bergmännische Risswerke.

Vermessungstechniker arbeiten in erster Linie am Computer, aber sie müssen auch mit Bleistift, Kartiernadel und Tusche umgehen können. Sie arbeiten im Team, dem so genannten Messtrupp und müssen sich genau miteinander abstimmen und millimetergenau messen. Es dürfen keine Fehler passieren. Jede noch so kleine Abweichung macht die Daten unbrauchbar.

Wo arbeite ich?

Vermessungstechniker Bergvermessung arbeiten in Erdöl- und Erdgasförderbetrieben oder in Ingenieurbüros. Sie kommen ebenso in Unternehmen des Bergbaus, in so genannten Markscheidereien, so heißen die bergmännischen Vermessungsstellen, z.B. des Steinkohlenbergbaus, zum Einsatz.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

konzentriertes und präzises Arbeiten, mathematisches Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen, graphisches Darstellungsvermögen, Spaß an Mathematik und Geometrie, physische und psychische Belastbarkeit

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung, auch in der Fachrichtung: Vermessung

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 630 bis € 937
  • 2. Ausbildungsjahr: € 691 bis € 991
  • 3. Ausbildungsjahr: € 742 bis € 1.041

Quelle:

Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer), Stand: April 2018