Volkskundler

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Von fremden und vertrauten Lebensformen

In Büchern von der Welt zu lesen, ist schön, Volkskundler mischen sich aber auch unters Volk. Sie betreiben daher neben Schreibtischarbeit und Lektürestudien viel Feldforschung. Und die kann in einer europäischen Großstadt genauso stattfinden wie in einem alpinen Dorf oder einem ehemaligen Tagebaugebiet in der Lausitz.

Was mache ich?

Volkskundler sammeln Informationen zu sämtlichen Lebensbereichen vorwiegend der europäischen Völker und Kulturen, werten sie aus, vergleichen sie, ordnen sie ein und ziehen ihre wissenschaftlichen Schlüsse daraus. Ihr Forschungsgegenstand kann historisch oder ein zeitgenössisches Thema sein, immer aber geht es um die Lebensformen und die Alltagskultur einer Bevölkerungsgruppe. So widmen sich die Volkskundler etwa Volksliedern, Ernährungs- und Konsumgewohnheiten, dem Wandel von Unterhaltungsformen, gesellschaftlichen Bräuchen und Ritualen, der Frömmigkeit, den Arbeitsbedingungen und kunsthandwerklichen Erzeugnissen.

Ihre Methoden sind dabei so vielfältig wie das Forschungsgebiet. Das sind etwa Quellenforschung, die Analyse von Bild- und Filmmaterial oder Schriften, die teilnehmende Beobachtung, Interviews oder die Zeitzeugenbefragungen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen Volkskundler in Büchern, Aufsätzen, Ausstellungen oder Vorträgen.

Wo arbeite ich?

Volkskundler arbeiten im Kultur- und Medienbereich, bei Verbänden und Institutionen für interkulturellen Austausch, bei Verlagen, Museen, Reiseveranstaltern, im Tourismus oder in Wissenschaft und Forschung.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Interesse für fremde Kulturen und Sprachen, solide Kenntnisse in Geschichte, Sozialkunde und Geografie, wissenschaftliche Neugier.

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

Vierjähriges Bachelorstudium der Volkskunde entweder als eigenständiges Fach oder in Kombination mit einem Zweitfach.