Weintechnologe

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Einen guten Tropfen kreieren

Weintechnologen sorgen dafür, dass aus Trauben und anderem Obst eine gute Flasche Wein oder Sekt entsteht. Kräftiges oder blumiges Bukett, mild oder rassig, trocken oder lieblich – Wein existiert in allen Variationen. Und der Weg von der Traube bis zum erlesenen Wein ist lang.

Was mache ich?

Die Herstellung von Wein ist saisonabhängig, die Hochsaison ist im Herbst, wenn das Obst reif wird. Nach der Lese nehmen Weintechnologen die Trauben entgegen und prüfen ihre Qualität. Dann zerkleinern und zerquetschen sie die Trauben bis der Most entsteht. Damit der Most gären kann, geben Weintechnologen Hefe zu. Rund um die Uhr überwachen sie den Gärvorgang. Sie entnehmen Proben und entscheiden anhand von Labortests, wann es Zeit für den sogenannten Abstich ist. Hierbei filtern Weinküfer den jungen Wein und trennen ihn dadurch von den Hefen und anderen Trübstoffen, damit er klar wird. Erst nach dem Filtern wird der Wein in Fässer, Flaschen und Kartons gefüllt. Dazu müssen die Abfüllgeräte immer steril sein. Um das zu gewährleisten, reinigen und desinfizieren Weintechnologen regelmäßig alle Maschinen, Geräte, Rohre und Schläuche. Dann lagern sie den Wein fachgerecht, bis er verkauft wird.

Weintechnologen beraten ihre Kunden fachmännisch und individuell. Außerdem gehört es zu ihren Aufgaben, die Qualität des fertigen Weins zu überprüfen. Regelmäßige Kontrollen ermöglichen es ihnen, auf geringste Veränderungen der Qualität zu reagieren.

Wo arbeite ich?

Weintechnologen arbeiten in Weinbaubetrieben, Kellereien, Keltern sowie im Groß- bzw. Einzelhandel mit Weinen, etwa in Winzergenossenschaften oder Weinfachgeschäften. Auch bei der Saftherstellung bei Fruchtverwertungsbetrieben finden sie Anstellungen.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Genauigkeit, technisches Verständnis, handwerkliches Geschick, Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein, gute Noten in Biologie, Mathematik und Deutsch

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung in industriellen und handwerklichen Betrieben der Weinherstellung

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 560 bis € 937
  • 2. Ausbildungsjahr: € 600 bis € 991
  • 3. Ausbildungsjahr: € 660 bis € 1.041
  • Quelle:

    TVA-L BBiG, Stand Januar 2018