Werkfeuerwehrmann

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Damit nichts anbrennt

Werkfeuerwehrmänner werden in Betrieben mit einer erhöhten Brand- und Explosionsgefahr gebraucht. Hier läuft die Arbeit unter extrem hohen Temperaturen, wie in der Eisen- und Stahlindustrie. Oder es werden leicht entzündbare Materialien produziert, zum Beispiel in der chemischen Industrie, wo es schnell zu Verpuffungen, Bränden oder gar Explosionen kommen kann. Gut, wenn es eine Werkfeuerwehr gibt, die dann schnell vor Ort ist.

Was mache ich?

Brandbekämpfung beginnt bereits beim Brandschutz. Deshalb sorgen die Werkfeuerwehrmänner zunächst für den vorbeugenden Brandschutz. Die Maßnahmen stimmen sie individuell auf die Besonderheiten des Betriebes ab. Sie überprüfen die Brandschutzeinrichtungen vor Ort, die Funktionstüchtigkeit von Feuerlöscher, Feuermeldern oder der Rauch- und Wärmeabzugseinrichtungen.

Die Werkfeuerwehrleute achten auch darauf, dass Einsatzfahrzeuge und Feuerwehrgeräte stets einsatzbereit sind. Alles muss immer einwandfrei funktionieren. Natürlich beraten und informieren sie auch die Betriebsmitarbeiter über Möglichkeiten zum vorbeugenden Brandschutz.

Und im Ernstfall? Da eilen sie schnellstmöglich zur Unglücksstelle und führen Maßnahmen zur Brandbekämpfung durch. Dazu gehört, dass sie die Gefahrenstelle absichern, Bergungsarbeiten und auch medizinische Notfallversorgung übernehmen. Im Extremfall führen die Werkfeuerwehrmänner auch ABC-Einsätze durch. Das heißt, dass sie unter Umständen atomare, biologische und chemische Gefahren abwehren müssen.

Wo arbeite ich?

Werkfeuerwehrleute arbeiten hauptsächlich in Betrieben mit erhöhter Brand- und Explosionsgefahr, wie in chemischen Betrieben, in der Metall- und Elektroindustrie, an Häfen und Flughäfen, in Kraftwerken, bei Automobilherstellern oder in Gießereien.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

psychische Belastbarkeit, Verantwortungsbewusstsein, gute körperliche Kondition, Teamgeist, Reaktionsschnelligkeit

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 934
  • 2. Ausbildungsjahr: € 982
  • 3. Ausbildungsjahr: € 1.030

Quelle:

WSI Tarifarchiv, Stand November 2017