Werkstoffprüfer

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Wenn es bricht, findet er den Fehler!

Bei der Abfahrt mit dem Mountainbike bricht der Rahmen und die Folge ist ein Krankenhausaufenthalt. Werkstoffprüfer untersuchen zur Vermeidung solcher Unfälle die Materialfehler und prüfen Materialien auf Härte, Zugfestigkeit sowie Hitze- und Kältebeständigkeit.

Was mache ich?

Die Werkstoffprüfer können durch unterschiedliche Prüfverfahren und spezielle Apparate Werkstoffe dehnen, biegen oder drücken. Sie haben die Möglichkeit durch Mikroskope, Röntgenstrahlen oder Ultraschall Metalle von innen anzuschauen, um im Vorfeld Fehler festzustellen. Durch ihr Wissen über das Verhalten von Werkstoffen bei besonderer Belastung leisten Werkstoffprüfer einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit und Umweltschutz. Bei einem Schadensfall führen sie Untersuchungen durch, um die Ursache festzustellen. Fehlerhafte Produkte werden analysiert, so dass Fehlerquellen innerhalb der Produktion behoben werden können. Werkstoffprüfer sorgen zudem für Qualitätssicherung und die Bewertung von Endergebnissen.

Der Umgang mit technischen Geräten, wie Analysegeräte oder speziellen Maschinen zur Lokalisierung und Behebung von Fehlerquellen gehören zum Berufsalltag der Werkstoffprüfer. Auch bei Routinearbeiten darf die permanente Kontrolle und Sorgfalt nicht vergessen werden, da es sonst zu schwerwiegenden Folgen im Produktionsverlauf bis zu Regressforderungen von Kunden kommen kann.

Wo arbeite ich?

Betriebe der Metall- und Elektroindustrie sowie bei Werkstoffprüfanstalten oder in Werkstofflabors von Autoherstellern; in Materialforschungsseinrichtungen oder bei Materialprüfämtern im öffentlichen Dienst

Welche Voraussetzungen brauche ich?

technisches Interesse und Verständnis, große Sorgfalt bei der Materialüberprüfung und Dokumentation, Freude am Umgang mit technischen Geräten und schnelle Auffassungsgabe

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3,5-jährige duale Ausbildung, nach dem dritten Ausbildungsjahr erfolgt die Spezialisierung in den einzelnen Fachbereichen Halbleitertechnik, Metalltechnik oder Wärmebehandlungstechnik

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 683
  • 2. Ausbildungsjahr: € 725
  • 3. Ausbildungsjahr: € 767
  • 4. Ausbildungsjahr: € 820

Quelle:

Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand August 2015