Winzer

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Guter Wein braucht Zeit

Sachsen ist mit seinen Weinanbaugebieten und Winzern über die deutschen Grenzen hinaus bekannt. Die sächsischen Winzer kennen sich im Rebenanbau ebenso gut aus wie in der Weinherstellung. Darüber hinaus haben sie auch Kenntnisse im Marketing und Verkauf, um sich auf dem Markt behaupten zu können.

Was mache ich?

Bis zur verkaufsfertigen Flasche Wein oder Traubensaft ist es ein langer Weg. Der Weinberg muss bepflanzt und intensiv gepflegt werden, damit die Reben Früchte tragen. Bei der Auswahl der Weinsorten achtet der Winzer auch auf das Klima und die Bodenbeschaffenheit. Die meiste Arbeit für den Winzer gibt es in der Zeit der Weinlese, von September bis Dezember. Die Ernte erfolgt meist traditionell per Hand durch Erntehelfer, wobei der Winzer die Weinlese überwacht und kontrolliert.

Dann beginnt die Verarbeitung der Trauben. Für Rotwein werden die zerquetschten Trauben, die so genannte Maische, in Fässern oder Tanks vergoren. Im Weinkeller überwacht der Winzer diesen Prozess, misst Temperatur und Zusatzstoffe. Je nach gewünschtem Geschmack des Weines kann der Winzer ihn beeinflussen. Im Anschluss an die Gärung pressen Winzer den vergorenen Fruchtbrei aus und lassen den Saft in Stahltanks oder Holzfässern ruhen und reifen. Für Weißwein wird nicht die Maische, sondern der Saft der Trauben vergoren und nach der Gärung umgefüllt. Oft dauert der Reiferozess einige Monate oder sogar Jahre. Erst wenn der Wein Qualität hat, wird er abgefüllt und verkauft. Durch Werbung, Verkostungen, Weinmessen oder Führungen auf ihrem Weingut machen die Winzer ihr Produkt bekannt.

Wo arbeite ich?

Winzer betreiben ein eigenes Weingut oder arbeiten in privaten, staatlichen und kommunalen Weingütern. Auch bei Herstellern von Traubenwein oder in Kellereibetrieben sind sie tätig.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

handwerkliches Geschick, Genauigkeit, technisches Verständnis, wirtschaftliches Denken, Sorgfalt, am Kunden orientiertes Arbeiten, gute Noten in Mathe und Deutsch

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung in der Landwirtschaft oder im Unternehmen

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 560
  • 2. Ausbildungsjahr: € 600
  • 3. Ausbildungsjahr: € 660

Quelle:

Die Angaben orientieren sich an den Informationen des WSI Tarifarchivs, Stand September 2014