Wissenschaftlicher Bibliothekar

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Wissen horten und verwalten

Dicke Brillen, Ärmelschoner und immer staubige Finger: So sahen Bibliothekare vielleicht früher einmal aus. Wissenschaftliche Bibliothekare vergraben sich heute jedoch selten hinter hohen Bücherstapeln, sondern häufiger hinter Computern. Sie sind mit der Organisation und Verwaltung einer Hochschul- oder Spezialbibliothek auf übergeordneter Ebene betraut, pflegen Bestand und Aufbau der Sammlung und entwickeln dafür Konzepte.

Was mache ich?

Wissenschaftliche Bibliothekare sind Beamte im höheren Dienst und arbeiten in der Verwaltung einer Bibliothek. Sie verantworten den Etat und erstellen Leitlinien für die Katalogisierung, Magazinierung (Aufbewahrung), die Erwerbs- und Sammlungspolitik sowie die Nutzerfreundlichkeit ihrer Bibliothek. Außerdem betreuen sie den Aufbau interner Datenbanken. Längst betrifft Tätigkeit der wissenschaftlichen Bibliothekare nicht mehr nur Bücher, Zeitschriften, weitere Druckerzeugnisse wie Karten und Kunstdrucke sowie Ton- und Bildmaterial, sondern auch elektronische und Online-Medien. Ziel ist, Forschern und anderen Nutzern Informationen und Wissen schnell und unkompliziert zugänglich zu machen.

Wissenschaftliche Bibliothekare führen auch Recherchen durch, verfassen bibliografische (bücherkundliche) Publikationen und gestalten Ausstellungen zu bestimmten Themen.

Wo arbeite ich?

Wissenschaftliche Bibliothekare arbeiten in Hochschul- und Staatsbibliotheken, in Fach- oder wissenschaftlichen Spezialbibliotheken.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

systematisches Denken, Interesse am Sammeln von Informationen und an Datenverarbeitung, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

Auf ein abgeschlossenes Universitätsstudium folgt ein zweijähriges Referendariat, das an einer Bibliotheks- oder Fachhochschule sowie in einer Bibliothek absolviert wird.