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Lebensmittelchemie (Staatsexamen) in Dresden

Bereich
Studienangebot Hochschule
Termin
Permanentes Angebot
 
Regelstudienzeit: 9 Semester
Tageszeit
Ganztags
Ort
Dresden
Angebot-Nr.
00071988

Beschreibung des Angebotes

Die Lebensmittelchemie ist eine spezielle Disziplin der Chemie. Ihr Ziel ist es, die Kenntnisse über die Zusammensetzung von Lebensmitteln, die darin ablaufenden Reaktionen und die Wechselwirkungen von Inhaltsstoffen aufzuklären. Das Verständnis der molekularen Zusammenhänge bildet die Grundlage zur Beurteilung von Wirkungen einzelner Inhaltsstoffe im menschlichen Organismus sowie zur Entwicklung von Maßstäben für die Beurteilung der Lebensmittelqualität.

Lebensmittelchemie (Staatsexamen) in Dresden

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Lebensmittelchemie (Staatsexamen) in Dresden

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Weitere Informationen zum Angebot

Von entscheidender Bedeutung ist hierbei die Anwendung und Entwicklung effizienter chemischer, biochemischer und mikrobiologischer Analysenmethoden, um Lebensmittelherstellern Maßstäbe zur Optimierung der Produktqualität zu geben und Verbraucher vor gesundheitliche Gefahren oder Täuschung zu bewahren. Das Studium schließt sowohl mit dem Staatsexamen als auch mit dem Diplom ab.

Besonders geeignet sind Bewerber mit guten schulischen Vorkenntnissen in Biologie, Chemie, Mathematik und Physik sowie Fähigkeiten zum experimentellen Arbeiten.

Der Reiz des Faches liegt in der anwendungsorientierten Kombination verschiedener Bereiche der Chemie, hier vor allem analytische Chemie, Organische Chemie und Biochemie, mit verwandten naturwissenschaftlichen Fachgebieten wie der Mikrobiologie, Toxikologie und den Ernährungswissenschaften, sowie den Ingenieurwissenschaften wie etwa der Lebensmittel- und Biotechnologie. Dazu kommt eine enge Einbindung des Lebensmittelrechtes.

Das Studium gliedert sich in Grundstudium (4 Semester) und Hauptstudium (5 Semester
einschließlich Examenszeit). Das Lehrangebot zur Vermittlung des erforderlichen Stoffwissens erstreckt sich über 8 Semester, für die Anfertigung der Diplomarbeit steht das 9. Semester zur Verfügung.

Das Grundstudium umfasst folgende Lehrgebiete:
• Anorganische Chemie
• Organische Chemie
• Physikalische Chemie
• Analytische Chemie
• Physik
• Mathematik
• Allgemeine Biologie
• Informatik
• Recht und Toxikologie

Etwa 70 % der Ausbildungszeit ist den Chemiefächern zugeordnet. Der übrige Teil des Zeitvolumens verteilt sich auf die Fächer Physik, Mathematik, Informatik und Allgemeine Biologie.

Das Grundstudium beinhaltet ferner das Ablegen der Sachkenntnisprüfung gemäß Chemikalienverbotsordnung und schließt mit der mündlichen Vorprüfung ab.

Im Hauptstudium werden umfassende Kenntnisse auf folgenden Gebieten vermittelt:
• Gewinnung, Beschaffenheit und Zusammensetzung der Lebensmittel pflanzlicher und tierischer Herkunft
• physikalische, chemische und ernährungsphysiologische Eigenschaften der
Lebensmittel, der Lebensmittelzusatzstoffe, sonstiger Hilfsstoffe sowie
• Veränderungen bei Gewinnung, Verarbeitung, Lagerung, Haltbarmachung, einschließlich toxikologischer Aspekte
• Eigenschaften und Verhalten von Werkstoffen für Geräte und Verpackungs-materialien im Kontakt mit Lebensmitteln, umweltbedingte Beeinflussung von Lebensmitteln, Schadstoffe
• Zusammensetzung und Eigenschaften von Kosmetika und Bedarfsgegenständen
• lebensmittelrechtliche und –hygienische Vorschriften und ihre Anwendung.

Dies erfolgt in den Fächern Lebensmittelchemie, Lebensmitteltechnologie, Warenkunde, Chemie der Bedarfsgegenstände und kosmetischen Mittel, Instrumentelle Analytik, Lebensmittelanalytik, Lebensmittelmikrobiologie, Biochemie der Ernährung, Lebensmitteltoxikologie, Lebensmittelrecht und -hygiene.

Wahlfächer, Exkursionen und das Studium generale, in dem wahlweise Veranstaltungen der Geistes-, Sozial-, Wirtschafts- oder Rechtswissenschaften besucht werden können, vervollständigen die Ausbildung. Hier werden vom Prüfungsausschuss Lebensmittelchemie in der Regel folgende Wahllehrveranstaltungen empfohlen:
Gentechnik, Qualitätsmanagement in der Lebensmittelindustrie, Lebensmittelphysik, Lebensmitteltechnologisches Praktikum.

Die laborpraktische Ausbildung nimmt im Grund- und Hauptstudium einen hohen Stellenwert ein. Sie umfasst mehr als 50 % des Gesamtzeitfonds.
Besonderes Gewicht liegt auf der Entwicklung analytischer Fertigkeiten.

Das Hauptstudium endet mit 5 mündlichen Abschlussprüfungen nach dem 8. Semester. Daran schließt sich im 9. Semester die sechsmonatige wissenschaftliche Abschlussarbeit an. Nach erfolgreicher Verteidigung dieser Arbeit endet das Hochschulstudium mit der bestandenen Staatsprüfung und der Verleihung des Titels „Diplomlebensmittelchemiker/in“.

Besonders geeignet sind Bewerber mit guten schulischen Vorkenntnissen in Biologie, Chemie, Mathematik und Physik.

Im Anschluss an das Hochschulstudium kann eine einjährige Praktikantenzeit in einem amtlichen Lebensmitteluntersuchungsamt und die zweite Staatsprüfung mit dem Abschluss „Staatlich geprüfte/r Lebensmittelchemiker/in“ folgen. Bei seiner Tätigkeit verbindet der Lebensmittelchemiker seine naturwissenschaftliche Ausbildung mit seiner Kenntnis der einschlägigen gesetzlichen und verwaltungstechnischen Bestimmungen.
Tätigkeitsbereiche:
• Amtliche Lebensmittelüberwachung in staatlichen und kommunalen Untersuchungsämtern, einschlägigen Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden sowie bei der Bundeswehr
• Staatlicher, kommunaler und industrieller Umweltschutz
• Forschung und Lehre an Hochschulen, Forschung und Entwicklung an staatlichen Forschungsanstalten
• Tätigkeit als freiberuflicher oder angestellter Sachverständiger und Berater in Handelslaboratorien
• Forschungs-, Entwicklungs- und Kontroll-Laboratorien der einschlägigen Industrie
• Analytische Laboratorien in der chemischen Industrie, im theoretisch medizinischen Bereich
Es besteht die Möglichkeit nach dem Diplomabschluss sofort innerhalb von 3 Jahren zu promovieren, um sich direkt für den Einsatz in Forschungs- und Hochschuleinrichtungen zu qualifizieren.

Angebotsmerkmale

Form
Präsenzveranstaltung
Sprache
deutsch
Abschluss
Staatsexamen
Zugangs­vorausset­zungen
- allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder vergleichbare Hochschulzugangsberechtigung
- fachgebundene Hochschulreife: Berechtigung bestimmte Studiengänge zu studieren, i.d.R. auf Zeugnis mögliche Studienrichtungen ausgewiesen
- Inhaber, welche über Abschluss der beruflichen Aufstiegsfortbildung (z.B. Meisterabschluss) verfügen, sind nach Beratungsgespräch berechtigt zum Studium in allen Studiengängen
- Beruflich Qualifizierte mit abgeschlossener Berufsausbildung und mind. 3-jähriger Berufserfahrung können Zugangsprüfung absolvieren und nach Beratungsgespräch im beantragten Studiengang Studium aufnehmen
Telefon
0351/46333681
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Ort

TU Dresden

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