Wie läuft die Nachqualifizierung ab?

Lernen und Arbeiten sind bei der Nachqualifizierung eng miteinander verknüpft. Die Nachqualifizierung zum Berufsabschluss findet deshalb in enger Kooperation mit den Betrieben und den Bildungsträgern statt. Eine geeignete Lernförderung erleichtert auch lernungewohnten Personen die berufliche Kompetenzentfaltung.

Wichtige Punkte bei der Nachqualifizierung sind zum einen die Aufteilung der Ausbildungsinhalte in so genannte Module. Das sind Qualifikationseinheiten mit jeweils abgegrenzten berufsbezogenen Kenntnissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die einzeln geprüft und zertifiziert werden.

Zum anderen ist die Orientierung am betrieblichen Bedarf bei der Entwicklung und Umsetzung von Angeboten zur Nachqualifizierung entscheidend.

Schritte zur Nachqualifizierung

  • Einschlägige Vorleistungen im angestrebten Beruf sind Voraussetzung für eine Nachqualifikation.
  • Die Zulassung zur Nachqualifikation erteilen meist die Kammern, z.B. die Handwerkskammer. Berechtigt dazu ist grundsätzlich, wer nach dem Gesetz Prüfungen abnehmen darf.
  • Bestehende Berufserfahrung wird anerkannt. Die entsprechenden Lehrinhalte müssen im Rahmen der Nachqualifizierung nicht erneut erworben werden.
  • Alle anderen Inhalte der Nachqualifikation werden in Modulen vermittelt. Die Dauer der Qualifizierung ergibt sich aus der Menge der Module.
  • Der Abschluss des letzten Moduls ist zugleich die Zulassung zur Prüfung.
  • Die erfolgreich bestandene Prüfung ist der letzte Schritt zum Berufsabschluss.

Am Ende jeder Nachqualifizierung steht eine Abschlussprüfung - die Externenprüfung. Die Prüfungsanforderungen entsprechen denen einer Erstausbildung.

Prüfungssituation

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