SucheMenü

Aufstiegs-BAföG

Seit dem 1. August 2016 heißt das Meister-BAföG Aufstiegs-BAföG (AFBG). Die Zuständigkeit für die Förderung übernimmt seit dem 1. August 2017 die Sächsische AufbauBank (SAB).

Das Aufstiegs-BAföG setzt sich aus Zuschuss und Darlehen zusammen und unterstützt all diejenigen, die sich auf einen beruflichen Fortbildungsabschluss vorbereiten. Außerdem wurden Anreize für Existenzgründungen geschaffen.

Wer wird gefördert?

Jeder, der sich auf eine berufliche Fortbildungsprüfung in Voll- oder Teilzeit vorbereitet und die Voraussetzungen der jeweiligen Fortbildungsordnung für die Prüfungszulassung oder die Zulassung für die angestrebte fachschulische Fortbildung erfüllt.

Das heißt, ist dies in der jeweiligen Prüfungsordnung entsprechend vorgesehen, können folgende Zielgruppen diese Förderung beantragen:

  • Studienabbrecher oder Abiturienten ohne Erstausbildungsabschluss, aber mit der von der Fortbildungsordnung geforderten Berufspraxis, für Maßnahmen ab dem 1. August 2016 eine AFBG-Förderung erhalten.
  • Teilnehmer mit Bachelorabschluss oder einem diesen vergleichbaren Hochschulabschluss, sofern jener ihr höchster Hochschulabschluss ist.
  • Hinweis: Als Ausländer/in sind Sie förderungsberechtigt, wenn Sie
  • - Ihren ständigen Wohnsitz im Inland haben und

    - über bestimmte Aufenthaltstitel bzw. über eine Daueraufenthaltserlaubnis verfügen bzw. Sie sich bereits 15 Monate rechtmäßig in Deutschland aufgehalten haben und erwerbstätig gewesen sind.

    Was wird gefördert?

  • Vollzeitmaßnahmen: wobei in der Regel je Woche mind. 25 Unterrichtsstunden an vier Werktagen stattfinden müssen und die Maßnahme insgesamt nicht länger als drei Jahre dauern darf.
  • Teilzeitmaßnahmen: hier müssen im Durchschnitt mind. 18 Unterrichtsstunden abgehalten werden und die Maßnahme darf insgesamt nicht länger als vier Jahre dauern.
  • Fernlehrgänge: sind als Teilzeitmaßnahme förderfähig, wenn sie die Fördervoraussetzungen des Aufstiegs-BaföG erfüllen und zusätzlich den Anforderungen des Fernunterrichtsschutzgesetzes entsprechen.
  • Mediengestützte Lehrgänge: wenn sie durch Präsenzunterricht oder eine diesem vergleichbare verbindliche mediengestützte Kommunikation im Umfang von mindestens 400 Stunden ergänzt und regelmäßige Erfolgskontrollen durchgeführt werden.
  • Folgende Voraussetzungen muss der Fortbildungsträger erfüllen:

      1. Der Träger muss für die Durchführung der Fortbildungsmaßnahme geeignet sein. Die Eignung liegt insbesondere dann vor, wenn der Fortbildungsträger ein öffentlicher Träger oder eine Einrichtung ist, die unter staatlicher Aufsicht steht oder staatlich anerkannt ist. Eine Eignung besteht weiterhin, wenn die Einrichtung ein Zertifikat nachweisen kann, welches nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung vom 2. April 2012 (BGBl. I S. 504) anerkannt worden ist oder ein System zur Sicherung der Qualität anwendet (siehe auch entsprechend § 2a AFBG).

      2. Die Maßnahme muss mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen.

    Tipp: Sie können ausnahmsweise auch ein zweites Mal für ein weiteres Fortbildungsziel gefördert werden, wenn Sie die dafür notwendige Vorqualifikation erst durch den erfolgreichen Abschluss der ersten nach diesem Gesetz geförderten Maßnahme erlangt haben. Ein Beispiel hierfür ist der Lehrgang zur Vorbereitung auf den/die Betriebswirt/in nach der Handwerksordnung nach einer bereits geförderten Meistervorbereitung und der erfolgreichen Meisterprüfung.

    Voraussetzungen

    Das Aufstiegs-BaföG fördert grundsätzlich alle Teilnehmer, die sich im Rahmen einer beruflichen Aufstiegsfortbildung qualifizieren wollen. Die Voraussetzungen für den Erhalt der Förderung sind:

      1. der Teilnehmer muss die persönlichen Voraussetzungen erfüllen ("Wer wird gefördert?"),

      2. genauso muss die Maßnahme die jeweiligen Voraussetzungen erfüllen ("Was wird gefördert?") und

      3. es darf kein Ausschluss der Förderung nach § 3 AFBG vorliegen, z. B. durch Erhalt von Mitteln nach BAföG oder Arbeitslosengeld.

    Höhe der Förderung

    1. Maßnahmebeitrag
    Der Maßnahmebeitrag setzt sich aus einer Förderung der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sowie einer Förderung der Erstellung der fachpraktischen Arbeit in der Meisterprüfung bzw. vergleichbarer Arbeiten in anderen Wirtschaftsbereichen zusammen. Die Förderung für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren von bis zu 15.000 Euro beträgt für Teilnehmer beispielsweise 40 Prozent Zuschuss, den Rest erhalten Sie als Darlehen. Wenn Sie bereits eine selbstfinanzierte Fortbildung absolviert haben, haben Sie einen Rechtsanspruch auf Förderung einer weiteren Aufstiegsfortbildung.

    Bei erfolgreichem Abschluss erhalten Sie einen Darlehenserlass in Höhe von 40 Prozent des auf die Prüfungs- und Lehrgangsgebühren entfallenden Restdarlehens. Bei Unternehmensgründung erhalten Sie einen Darlehenserlass von bis zu 66 Prozent.

    Die Materialkosten für das Meisterprüfungsobjekt von bis zu 2.000 werden mit einem Zuschussanteil von 40 Prozent gefördert.

    2. Unterhaltsbeitrag
    Teilnehmer an Vollzeitlehrgängen können zusätzlich zur Förderung der Fortbildungskosten einen monatlichen Unterhaltsbeitrag erhalten. Dieser ist einkommens- und vermögensabhängig. Auch hier setzt sich die Förderung aus einem Zuschuss über 50 Prozent und einem Angebot der KfW über ein zinsgünstiges Darlehen zusammen.

    Beitrag zum Lebensunterhalt für Teilnehmende:

      - bis zu 768 Euro

      - Zuschussanteil bis zu 333 Euro

    Aufschlag für Verheiratete/Verpartnerte:

      - bis zu 235 Euro

      - Zuschussanteil 50 %

    Aufschlag je Kind:

      - bis zu 235 Euro

      - Zuschussanteil 55 %

    Kinderbetreuungskosten für Alleinerziehende:

      - Pauschal 130 Euro

      - Zuschussanteil 100 %

    3. Darlehenserlass
    Ein Darlehensteilerlass in Höhe von 66 Prozent unterstützt Existenzgründer nach der Fortbildung, wenn unter den Voraussetzungen des § 13b Abs. 2 AFBG neue Mitarbeiter eingestellt werden.


    Tipp: Sie planen eine Fortbildung zum Erzieher? Dann profitieren Sie ebenso von der Förderung.


    Antragsstellung

    Ihren Antrag auf eine Förderung nach dem AFBG können Sie auf der Website der Sächsischen Aufbaubank stellen.





    Frist / Dauer

    Reichen Sie Ihren Antrag frühestmöglich und mind. acht Wochen vor Beginn der Fortbildungsmaßnahme ein. Weitere Informationen finden Sie unter www.sab.sachsen.de.


    Hinweise

  • Der Maßnahmebeitrag muss spätestens bis zum Ende der Maßnahme (letzter Unterrichtstag), bei mehreren in sich selbstständigen Abschnitten bis zum Ende des jeweiligen Maßnahmeabschnitts beantragt werden.
  • Unterhaltsbeiträge werden von Beginn des Monats an geleistet, in dem der Unterricht begonnen wird, frühestens vom Beginn des Antragsmonats an und können nicht rückwirkend bewilligt werden.


  • Förderung Weiterbildung

    ServiceCenter SAB

    Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB)

    Hotline: Mo bis Do 8 bis 18 Uhr, Fr 8 bis 15 Uhr

    Telefon:
    0351 4910-4930
    Fax:
    0351 4910-5599

    Antrag stellen

    Internet:
    Aufstiegs-BAföG

    Informationen zum Aufstiegs-BAföG

    Das Bundesministerium für Bildung und Forschung informiert über das Aufstiegs-BAföG.

    Kostenrechner Weiterbildung

    kostenrechner

    Der Kostenrechner Weiterbildung berechnet zügig in nur drei Schritten die Zuschüsse und den Eigenanteil der Weiterbildungsförderung.