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Aufstiegs-BAföG

Das Meister-BAföG heißt seit dem 1. August 2016 Aufstiegs-BAföG (Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz AFBG). Die Zuständigkeit für die Förderung liegt bei der Sächsischen AufbauBank (SAB ).

Das Aufstiegs-BAföG unterstützt all diejenigen, die sich auf einen beruflichen Fortbildungsabschluss wie zum Beispiel Meister/in, Fachwirt/in, Techniker/in, Erzieher/in oder Betriebswirt/in vorbereiten. Außerdem werden Anreize für Existenzgründungen geschaffen.

Seit dem 1. August 2020 gibt es weitere Leistungsverbesserungen:

  • Gefördert wird nun auf allen Fortbildungsstufen die im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO) verankert oder gleichwertig sind. Dies beinhaltet beispielsweise Fortbildungen vom Gesellen zum Servicetechniker, vom Servicetechniker zum Meister und vom Meister zum Betriebswirt im Handwerk. In Ausnahmefällen ist auch eine Mehrfachförderung auf der gleichen Stufe möglich.
  • Der Umfang der finanziellen Förderung sowie die Darlehenserlass- oder Stundungsmöglichkeiten wurden erweitert.

Wer wird gefördert?

Jeder, der sich auf eine berufliche Fortbildungsprüfung in Voll- oder Teilzeit vorbereitet und die Voraussetzungen der jeweiligen Fortbildungsordnung für die Prüfungszulassung oder die Zulassung für die angestrebte fachschulische Fortbildung erfüllt.

Das heißt, ist dies in der jeweiligen Prüfungsordnung entsprechend vorgesehen, können also auch folgende Zielgruppen diese Förderung beantragen:

  • Studienabbrecher oder Abiturienten ohne Erstausbildungsabschluss, aber mit der von der Fortbildungsordnung geforderten Berufspraxis.
  • Teilnehmer mit Bachelorabschluss oder einem diesen vergleichbaren Hochschulabschluss, sofern jener ihr höchster Hochschulabschluss ist.
  • Hinweis: Als Ausländer/in sind Sie förderungsberechtigt, wenn Sie

    - Ihren ständigen Wohnsitz im Inland haben und

    - über bestimmte Aufenthaltstitel bzw. über eine Daueraufenthaltserlaubnis verfügen bzw. Sie sich bereits 15 Monate rechtmäßig in Deutschland aufgehalten haben und erwerbstätig gewesen sind.

    Was wird gefördert?

    • Vollzeitmaßnahmen: wobei in der Regel je Woche mind. 25 Unterrichtsstunden an vier Werktagen stattfinden müssen und die Maßnahme insgesamt nicht länger als drei Jahre dauern darf.
    • Teilzeitmaßnahmen: hier müssen im Durchschnitt mindestens 18 Unterrichtsstunden im Monat abgehalten werden und die Maßnahme darf insgesamt nicht länger als vier Jahre dauern.
    • Fernlehrgänge: sind als Teilzeitmaßnahme förderfähig, wenn sie die Fördervoraussetzungen des Aufstiegs-BaföG erfüllen und zusätzlich den Anforderungen des Fernunterrichtsschutzgesetzes entsprechen.
    • Mediengestützte Lehrgänge: wenn sie durch Präsenzunterricht oder eine diesem vergleichbare verbindliche mediengestützte Kommunikation im Umfang von mindestens 400 Stunden ergänzt und regelmäßige Erfolgskontrollen durchgeführt werden.

    Folgende Voraussetzungen muss der Fortbildungsträger erfüllen:

      1. Der Träger muss für die Durchführung der Fortbildungsmaßnahme geeignet sein. Die Eignung liegt insbesondere dann vor, wenn der Fortbildungsträger ein öffentlicher Träger oder eine Einrichtung ist, die unter staatlicher Aufsicht steht oder staatlich anerkannt ist. Eine Eignung besteht weiterhin, wenn die Einrichtung ein Zertifikat nachweisen kann, welches nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung vom 2. April 2012 (BGBl. I S. 504) anerkannt worden ist oder ein System zur Sicherung der Qualität anwendet (siehe auch entsprechend § 2a AFBG).

      2. Die Maßnahme muss mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen. Maßnahmen der ersten Fortbildungsstufe müssen mindestens 200 Unterrichtsstunden umfassen und werden nur in Teilzeit gefördert.

    Voraussetzungen

    Das Aufstiegs-BaföG fördert grundsätzlich alle Teilnehmer, die sich im Rahmen einer beruflichen Aufstiegsfortbildung qualifizieren wollen. Die Voraussetzungen für den Erhalt der Förderung sind:

      1. der Teilnehmer muss die persönlichen Voraussetzungen erfüllen ("Wer wird gefördert?"),

      2. genauso muss die Maßnahme die jeweiligen Voraussetzungen erfüllen ("Was wird gefördert?") und

      3. es darf kein Ausschluss der Förderung nach § 3 AFBG vorliegen, z. B. durch Erhalt von Mitteln nach BAföG oder Arbeitslosengeld I. Bezug von ALG II oder Wohngeld ist förderunschädlich.

    Höhe der Förderung

    1. Maßnahmebeitrag
    Der Maßnahmebeitrag setzt sich aus einer Förderung der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sowie einer Förderung der Erstellung der fachpraktischen Arbeit in der Meisterprüfung bzw. vergleichbarer Arbeiten in anderen Wirtschaftsbereichen zusammen. Die Förderung für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren von bis zu 15.000 Euro erfolgt zu 50 Prozent als Zuschuss, den Rest erhalten Sie als Darlehen. Wenn Sie bereits eine selbstfinanzierte Fortbildung absolviert haben, haben Sie einen Rechtsanspruch auf Förderung einer weiteren Aufstiegsfortbildung.

    Bei erfolgreichem Abschluss erhalten Sie einen Darlehenserlass in Höhe von 50 Prozent des auf die Prüfungs- und Lehrgangsgebühren entfallenden Restdarlehens. Bei Unternehmensgründung erhalten Sie einen Darlehenserlass von bis zu 100 Prozent mit vereinfachten Erlassvoraussetzungen.

    Die Hälfte der Materialkosten für das Meisterprüfungsobjekt von bis zu 2.000 Euro wird ebenso mit einem Zuschussanteil von 50 Prozent gefördert.

    2. Unterhaltsbeitrag
    Teilnehmer an Vollzeitlehrgängen können zusätzlich zur Förderung der Fortbildungskosten einen monatlichen Unterhaltsbeitrag erhalten. Dieser ist einkommens- und vermögensabhängig. Der Zuschussanteil steigt hier auf 100 Prozent.

    Beitrag zum Lebensunterhalt für Teilnehmende: bis zu 892 Euro

    Aufschlag für Verheiratete/Verpartnerte: bis zu 235 Euro

    Aufschlag je Kind: bis zu 235 Euro

    3. Kinderbetreuungskosten für Alleinerziehende: Pauschal 150 Euro pro Kind und Monat bis zum Alter von 14 Jahren, Zuschussanteil 100 %

    Antragsstellung

    Ihren Antrag auf eine Förderung nach dem AFBG können Sie auf der Website der Sächsischen Aufbaubank stellen.





    Frist / Dauer

    Reichen Sie Ihren Antrag frühestmöglich mit allen erforderlichen Formblättern und Nachweisen bei der SAB ein.


    Hinweise

  • Der Maßnahmebeitrag muss spätestens bis zum Ende der Maßnahme (letzter Unterrichtstag), bei mehreren in sich selbstständigen Abschnitten bis zum Ende des jeweiligen Maßnahmeabschnitts beantragt werden.
  • Unterhaltsbeiträge werden von Beginn des Monats an geleistet, in dem der Unterricht begonnen wird, frühestens vom Beginn des Antragsmonats an und können nicht rückwirkend bewilligt werden.


Das Aufstiegs-BAföG (AFBG)

Anthony Leopold - Fotolia

Förderung Weiterbildung

ServiceCenter SAB

Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB)

Hotline: Mo bis Do 8 bis 18 Uhr, Fr 8 bis 15 Uhr

Telefon:
0351 4910-4919
Fax:
0351 4910-5599

Antrag stellen

Internet:
Aufstiegs-BAföG

Informationen zum Aufstiegs-BAföG

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung informiert über das Aufstiegs-BAföG.

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Der Kostenrechner Weiterbildung berechnet zügig in nur drei Schritten die Zuschüsse und den Eigenanteil der Weiterbildungsförderung.