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Oft gestellte Fragen zum Weiterbildungsscheck Individuell

Der Weiterbildungsscheck Individuell ermöglicht Ihnen die Förderung Ihrer Weiterbildungskosten bis zu 80 Prozent. Das Antragsverfahren ist denkbar einfach. Antworten auf oft gestellte Fragen zum Weiterbildungsscheck finden Sie hier.



Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind Arbeitnehmer und Beschäftigte, im öffentlichen Dienst nur mit befristetem Arbeitsvertrag. Auszubildende und Berufsfachschüler (ab 18 Jahre), arbeitslos gemeldete Nichtleistungsempfänger und Berufsrückkehrende bzw. Wiedereinsteigende. Von der Förderung ausgeschlossen sind Rentner, Studenten, Beschäftigte in Altersteilzeit und Selbstständige. Selbstständige nutzen bitte den Weiterbildungsscheck betrieblich.

Kann ich die Förderung auch während der Elternzeit in Anspruch nehmen?

Sie erhalten die Förderung, wenn ein Arbeitsverhältnis besteht. Beispiel: Bei unbefristeten Arbeitsverträgen ruht das Arbeitsverhältnis während der Elternzeit und besteht folglich fort.

Wann kann ich mich zur Weiterbildung anmelden?

Melden Sie sich erst verbindlich für Ihre Weiterbildung an bzw. leisten Sie erst eine Anzahlung, nachdem Ihr Antrag auf Weiterbildungsscheck individuell in der Sächsischen Aufbaubank - Förderbank - (SAB) eingegangen ist. (Sie erhalten eine Eingangsbestätigung). Ihren Antrag auf Förderung sollten Sie frühestmöglich bei der SAB einreichen.
Hinweis: Die Anmeldung/Bezahlung erfolgt auf eigenes Risiko, denn Ihr Antrag kann auch abgelehnt werden!Die verbindliche Förderzusage erfolgt erst mit Zuwendungsbescheid.

Wann kann ich mit der Weiterbildung beginnen?

Mit der Durchführung Ihrer Weiterbildung (z.B. Fernstudium) oder der Teilnahme an der Weiterbildung (z.B. am Seminar) dürfen Sie nach Antragseingang bei der SAB beginnen.

Kann ich mir auch eine Weiterbildung außerhalb Sachsen suchen?

Ja, Ihre Weiterbildung darf auch außerhalb Sachsens stattfinden. Vorbedingung für die Förderung durch den Weiterbildungsscheck ist lediglich, dass Sie Ihren Hauptwohnsitz in Sachsen haben. Allerdings ist hierbei immer der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit zu beachten.

Was gehört in meinen Antrag?

Zu Ihrem Antrag gehören:

  • Das ausgefüllte und unterschriebene Antragsformular (entsprechend der Zielgruppe)
  • Eine Kopie Ihres Personalausweises (beidseitig und gültig)
  • Eine aktuelle Meldebescheinigung
  • Eine aktuelle bzw. die letzte Gehalts-/Lohnabrechnung.
  • Verbindliche Preisangebote von drei Anbietern Ihrer gewünschten Weiterbildung (jeweils im Original), das Preisangebot muss sich auf eine Weiterbildung in der Zukunft beziehen. Bei Weiterbildungen ab 2.600 € sind drei Angebote Pflicht, darunter genügt ein Auswahlangebot, das heißt es muss das gewünschte Angebot eingereicht werden.
  • Begründung für welches der drei Preisangebote Sie sich entschieden haben. (Es sollte die wirtschaftlichste Weiterbildung sein)

Bitte beachten Sie, dass eine inhaltliche Vergleichbarkeit der Angebote gegeben sein muss. Außerdem erfolgt die Antragsstellung nur noch über elektronischem Weg.

Welche Angaben müssen die drei Vergleichsangebote enthalten?

Die Vergleichsangebote müssen folgende Mindestangaben enthalten:

  • Name des Anbieters
  • Bezeichnung der Weiterbildungsmaßnahme
  • aussagekräftige Darstellung der Inhalte der Weiterbildung
  • Zeitraum der Weiterbildungsmaßnahme (Beginn/Ende)
  • Veranstaltungsort
  • Gesamtkosten/Preis der Weiterbildungsmaßnahme

Was mache ich, wenn ich keine drei Preisangebote bekommen kann?

Erst ab Kosten von über 2.600 € müssen Sie drei Angebote einreichen. Können Sie keine drei vergleichbaren Preisangebote einholen, reichen Sie das ausgewählte Angebot ein und legen Sie dem Antrag eine formlose Begründung bei.

Bekomme ich die Förderung, wenn ich in Kürze (z.B. auf Grund einer Kündigung) arbeitslos werde?

Ausschlaggebend ist der Zeitpunkt der Antragstellung und Bewilligung. Zu diesem Zeitpunkt muss Ihr Arbeitsverhältnis noch bestehen. Tritt Ihre Arbeitslosigkeit nach der Bewilligung ein, erhalten Sie dennoch die Förderung. Tritt die Arbeitslosigkeit während der Weiterbildung ein, sollten Sie die Arbeitsagentur oder den Träger der Grundsicherung informieren.

Was passiert, wenn ich während der geförderten Weiterbildung umziehe?

Zum Zeitpunkt der Antragstellung/Bewilligung muss Ihr Hauptwohnsitz in Sachsen sein.

Bekomme ich den Weiterbildungsscheck auch als Selbstständiger?

Den Weiterbildungsscheck Individuell können Sie nur als Arbeitnehmer beantragen. Selbstständige profitieren von dem ähnlich einfachen und ebenso attraktiven Weiterbildungsscheck betrieblich. Hier werden bis zu 50 Prozent der Weiterbildungskosten gefördert.

Auf was muss ich bei dem Vertrag mit dem Weiterbildungsanbieter achten?

Erst nach Antragseingang bei der SAB können Sie den Weiterbildungsvertrag mit dem Anbieter schließen oder sich verbindlich anmelden/eine Anzahlung leisten. Vertragliche Vereinbarungen, welche zeitlich vorausgehen, müssen eine Rücktrittsklausel oder eine sogenannte auflösende Bedingung enthalten, die es Ihnen ermöglicht, den Vertrag kostenfrei zu lösen, wenn die Förderung nicht gewährt wird.

Kann ich meinen Antrag per E-Mail einreichen?

Leider nicht, für den Antrag zum Weiterbildungsscheck wird Ihre Unterschrift im Original benötigt.

Wann bekomme ich mein Geld?

Der Förderbetrag wird an Sie überwiesen, nachdem Sie die Abschlussrechnung vom Weiterbildungsanbieter erhalten, diese beglichen haben, die Weiterbildung abgeschlossen ist und die SAB alle Originalunterlagen/den Verwendungsnachweis geprüft hat. Ab 3.000 EUR Gesamtkosten und sofern ein entsprechender Weiterbildungsfortschritt mit abgeschlossenen Modulen nachgewiesen werden kann, sind Zwischenzahlungen vor dem Abschluss der Weiterbildung auf Antrag des Zuwendungsempfängers möglich. Die Absolvierung der Zwischenauszahlung zu Grunde gelegten Teilabschnitte (Module) der Weiterbildung ist durch Sie und den Weiterbildungsdienstleister zu bestätigen.

Die Weiterbildung musste aus Gründen, für die ich nichts kann, abgebrochen werden oder wurde durch den Anbieter abgebrochen. Kann ich die entstandenen Kosten abrechnen?

Absolvierte Module werden anerkannt und entsprechend mit Pauschalen bezuschusst. Nicht absolvierte Module können leider nicht anerkannt werden.

Gibt es eine maximale Dauer für meine geförderte Weiterbildung?

Ihre Weiterbildung muss bis zum 31. 12.2022 abgeschlossen und vollständig bezahlt sein. Dauert Ihre Weiterbildung länger, wird lediglich das letzte bis zum 31.12.2022 abgeschlossene Teilergebnis gefördert.

Bekomme ich mehrere Weiterbildungen gefördert?

Ja, den Weiterbildungsscheck können Sie für mehrere Weiterbildungen beantragen.

Welche Beschäftigten zählen zum öffentlichen Dienst?

Der öffentliche Dienst umfasst das Personal aller Kernhaushalte, Sonderrechnungen und Einrichtungen in öffentlich-rechtlicher Rechtsform. Das Personal in Einrichtungen privater Rechtsform zählt nicht zum öffentlichen Dienst.

Zu den Kernhaushalten zählen alle Ämter, Behörden, Gerichte und Einrichtungen, für die in den Haushaltsplänen des Bundes, der Länder, der Gemeinden, der Gemeindeverbände und der Sozialversicherungsträger. (z.B. Land Sachsen, Bundesagentur für Arbeit, Stadt Dresden)

Der Begriff Sonderrechnungen wird für rechtlich unselbstständige Einheiten in öffentlich-rechtlicher Rechtsform verwendet, die über eine eigene Wirtschafts-/Rechnungsführung verfügen. Zu den Sonderrechnungen zählen Bundesbetriebe und Landesbetriebe nach § 26 BHO/LHO, kommunale Eigenbetriebe sowie Sondervermögen. (z.B. Staatsbetrieb sächsische Informatikdienste, Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen der Stadt Dresden, Bundeseisenbahnvermögen, Staatsbetrieb Sächsische Staatstheater, Technische Universität Dresden)

Einrichtungen in öffentlich-rechtlicher Rechtsform sind rechtlich selbstständige Körperschaften, Anstalten und öffentlich-rechtliche Stiftungen, die unter der Aufsicht des Bundes, der Länder, der Gemeinden oder der Gemeindeverbände stehen einschließlich Zweckverbände aber ohne Sozialversicherungsträger und Bundesagentur für Arbeit. Letztere werden den Kernhaushalten zugerechnet. Kirchen, Geschäftsbanken, Rundfunk- und Fernsehanstalten zählen nicht zu den öffentlichen Arbeitgebern und sind daher nicht dem öffentlichen Dienst zuzurechnen. Gleiches gilt für Kammern und Verbände mit überwiegend nicht öffentlichen Mitgliedern.(z.B. Bundesinstitut für Risikobewertung, Deutscher Wetterdienst, Studentenwerke, Universitätsklinikum)

Kann mein Studium gefördert werden?

Ja, die Weiterbildung durch ein Teilzeitstudium oder Fernstudium wird mit dem Weiterbildungscheck betrieblich gefördert. Ein Vollzeitstudium wird maximal für ein Vierteljahr gefördert.

ServiceCenter SAB

Sächsische Aufbaubank - Förderbank

Hotline: Mo bis Do, 8.30 bis 15 Uhr

Telefon:
0351 - 4910 4930
Fax:
0351 - 4910 4000
Internet:
www.sab.sachsen.de

Tipp

tipp

Auf Bildungsmarkt Sachsen finden Sie ganz einfach die passende Weiterbildung für sich. Dank verschiedener Suchfilter, können Sie die Angebotssuche auf Städte, Termine oder Zielgruppen anpassen.


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